Links und rechts vom Mühlenweg

Städte und Dörfer

Wallenhorst

Die erste urkundliche Erwähnung Wallenhorsts datiert aus dem Jahr 851. Sie schildert, wie bei der Übertragung der Gebeine des Heiligen Alexander von Rom nach Wildeshausen durch „villa wallonhurst“ ein Blinder durch die Begegnung mit den Reliquien sehend wurde. Nach wechselvollen geschichtlichen Entwicklungen wurden 1972 die Gemeinden Rulle, Hollage, Lechtingen und Wallenhorst zur Großgemeinde Wallenhorst zusammengefügt. Deren Umgebung ist geprägt von Wiesen, Felder und Flussauen. Zudem laden historische Gebäude und Ausgrabungsstätten zu Erkundungstouren ein: die Alte Alexanderkirche als eines der bedeutendsten Baudenkmäler im Osnabrücker Land oder die Wittekindsburg als größte frühgeschichtliche Befestigungsanlage Niedersachsens.

Lotte-Wersen

Ehemals selbstständige Gemeinde, gehört Wersen seit 1975 zur Gemeinde Lotte im Landkreis Steinfurt und ist seitdem deren Siedlungsschwerpunkt. Wersen grenzt an den Kreis Osnabrück. Obwohl es zum Land Nordrhein-Westfalen gehört, ist Lotte-Wersen eine echte Stadtrandgemeinde für das niedersächsische Osnabrück, von dessen Stadtmitte das Rathaus in Wersen nur rund zehn Kilometer entfernt ist. Dabei ist diese „Grenzlage“ für Lotte-Wersen historisch nichts Neues, waren doch hier bis 1851 Zöllner stationiert, die den Verkehr über die Landesgrenze zwischen Hannover und Preußen überwachten. Die Gemeinde liegt idyllisch in der von der Düte und dem Hischebach durchflossenen Senke zwischen den Ausläufern des Teutoburger Waldes und des Wiehengebirges.

Bramsche-Schleptrup

Heute ein Stadtteil der Stadt Bramsche, gehörte Schleptrup seit 1229 zum Kirchspiel Engter und zählt zu den ältesten vorfränkischen Ansiedlungen im Osnabrücker Land. Die über Jahrhunderte landwirtschaftlich  geprägten Strukturen veränderten sich erst mit dem Zustrom von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals entstanden in Schleptrup die ersten größeren zusammenhängenden Siedlungsgebiete. Zum weithin sichtbaren Wahrzeichen des Stadtteils avancierte der 1967 errichtete Fernsehturm in der Schleptruper Egge.

Bramsche-Kalkriese

Seit klar ist, dass Kalkriese Schauplatz der sagenumwobenen „Varusschlacht“ zwischen Römern und Germanen im Jahr 9 nach Christus war, ist es der bekannteste Stadtteil Bramsches. Seinerzeit lockten Germanen die römischen Truppen, die damals weite Teile Germaniens besetzt hielten, in einen Hinterhalt. Drei Legionen wurden niedergemetzelt, über 10.000 Menschen starben. 1987 entdeckte ein britischer Offizier in Kalkriese drei Wurfgeschosse aus Blei – die ersten Spuren des Kampfes. 1989 begannen die Ausgrabungen, viele weitere Funde wurden seitdem gemacht. Heute ist die Varusschlacht im Osnabrücker Land ein international beachteter Forschungsstandort. In Museum und dem 24 Hektar großen Park Kalkriese macht eine außergewöhnliche Ausstellung mit modernen Medien diesen einzigartigen Ort erfahrbar. Veranstaltungen, Führungen und Erlebnisangebote öffnen das Tor zur Geschichte.

Ostercappeln

Ostercappeln wird erstmals 1188 erwähnt. Der Ortsname verweist auf eine Kapelle im Osten des Bistums Osnabrück. Durch die Verbundenheit mit dem Gogericht „Up der Angelbeke unde to Ostercappeln“ gewann der Ort am Wiehengebirge an Bedeutung, hatte aber nach dem 30-jährigem Krieg nur noch 265 Einwohner. Einen Namen machte sich Ostercappeln mit seiner würzigen Waldluft als Luftkurort: 1898 gründeten Ordensschwestern aus Thuine das Kurheim St. Raphael-Stift, das im Ersten Weltkrieg als Lazarett genutzt wurde. 1938 verzeichnete der idyllische Erholungsort viele Kurgäste und tausende Übernachtungen. Zwar wurde der Kurbetrieb in den 50-er Jahren eingestellt, Ostercappeln entwickelte sich dennoch zum modernen Gesundheitszentrum. In seiner jetzigen Form wurde es 1972 aus acht zuvor selbstständigen Gemeinden zusammengefügt.

Ostercappeln-Venne

Der Ortsname „veni“ verweist auf einen Ort in einer sumpfigen Niederung. Mehrere Steingräber (Darpvenner Hünensteine) sind erhalten geblieben. Die erste urkundliche Erwähnung Vennes datiert von 1074/87. Die drei Bauernschaften Niewedde, Vorwalde und Broxten bildeten im Mittelalter die Vogtei Venne. Die erste Kirche wurde 1290 gebaut. Der vor ihr stehende Paterstein erinnert an einen im ausgehenden Mittelalter von erbosten Bauern erschlagenen Geistlichen. Später verbreiteten Reformationszeit und Dreißigjähriger Krieg in Venne den evangelisch-lutherischen Glauben. Die Samtgemeinde Venne wurde 1858 aus den drei Gemeinden Broxten, Niewedde und Vorwalde gebildet und ab 1885 dem Landkreis Wittlage in der Landdrostei Osnabrück zugeordnet. Seit 1972 gehört Venne zur Gemeinde Ostercappeln.

Belm

Das Gebiet der heutigen Gemeinde Belm umfasst den größten Teil des alten Kirchspiels Belm, dessen Entwicklung sich bis ins neunte Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Erstmals erwähnt wird Belm als Dorf Belehem 1190. Um 1224 wurde aus dem Namen Belehm und 1483 Beleham. Die Worte enthalten sprachlich die beiden Silben „Bel“ (Anhöhe) und „Heim“ (Haus). 1853 vereinigten sich die Bauernschaften des Kirchspiels zur Samtgemeinde Belm, die sich 1966 in die Samtgemeinde Belm mit den Mitgliedsgemeinden Belm, Haltern und Powe sowie die Samtgemeinden Icker-Vehrte und Darum-Gretesch-Lüstringen aufteilte. Am 1. Juli 1972 wurde dann im Zuge der Gebietsreform die heutige Gemeinde mit den Ortsteilen Belm, Haltern, Icker und Vehrte gebildet.

Belm-Vehrte

In der zur Gemeinde Belm gehörenden Bauernschaft Vehrte lassen sich Spuren menschlicher Besiedlung bis zum Beginn der Jungsteinzeit (etwa 4000 vor Christus) nachweisen. Zwei Großsteingräber – im Volksmund „Teufels Teigtrog“ und „Teufels Backofen“ genannt –, einige Hügelgräber, der „Süntelstein“ und der „Butterstein“ belegen dies. Einzelne Wohnbereiche stammen noch aus der vorchristlichen Zeit, die meisten Voll- und Halberbenhöfe entstanden aber um 800. Aus diesen Ansiedlungen entstand Vehrte, dass um 1200 erstmals als „Verete“ erwähnt wird. Die Bauernschaft  Vehrte gehörte wie die Bauernschaften Icker, Powe Haltern und Wellingen immer zum Kirchspiel Belm. Bekannt wurde Vehrte durch die „Schwarze Kreide“, die bis 1960 im Tagebau gewonnen wurde. Heute ist Vehrte der Gemeinde Belm zugeordnet.

Osnabrück

Ihre Existenz verdankt die drittgrößte Stadt Niedersachsens einer vorausschauenden Standortentscheidung Karls des Großen vor über 1.200 Jahren. Er gründete 780 einen Bischofssitz an einem Knotenpunkt alter Handelsstraßen. Bis heute kreuzen sich hier die Wege von Skandinavien nach Westeuropa und von den Niederlanden nach Osteuropa. Im 14. Jahrhundert war Osnabrück Mitglied der Hanse. Überstrahlt wird die Geschichte der „Friedensstadt“ Osnabrück vom Ringen um das Ende des Dreißigjährigen Krieges: Von der Osnabrücker Rathaustreppe aus wurde 1648 der Westfälische Friede verkündet, der in Osnabrück und Münster seit 1643 ausgehandelt worden war. Im 19. Jahrhundert stand die Stadt erst unter französischer Herrschaft, gehörte dann zum Königreich Hannover und kam schließlich zum Königreich Preußen. Von den beiden Weltkriegen blieb sie nicht verschont; so waren 85 Prozent der Innenstadt durch Luftangriffe zerstört. Heute setzt sich das Oberzentrum als Stadt des Westfälischen Friedens aktiv für den  Friedensgedanken ein.

Osnabrück-Pye

Das Dorf Pye wurde 1972 ein Stadtteil Osnabrücks. Unverändert zeichnet sich Pye vor allem durch seine reizvolle Lage aus: Wald- und Feldstrukturen geben dem Stadtteil einen ganz eigenen Reiz. Der hohe Naherholungswert lockte zahlreiche Menschen in die in den vergangenen Jahren entstandenen Baugebiete.

Alte St. Alexanderkirche, Wallenhorst

Wanderer vor Engter

Museumspark Kalkriese

Venner Egge

Teufelstein, Belm-Vehrte

Altstadtblick, Osnabrück

Friedenstaube auf Türöffner

Piesberger Fußgängerbrücke

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